ÖLPM - Humane Papillomviren (HPV)
 
 
 
 
 
 
   
EXTRANET
 
   
   
Österreichische Liga für Präventivmedizin – ÖLPM

Österreichisches Grünes Kreuz für Gesundheit
 
 
   

Humane Papillomviren (HPV)

Humane Papillomviren (HPV) sind weltweit stark verbreitet.
Es sind mehr als 100 humane Papillomviren bekannt, von denen etwa 40 Typen beim Menschen vor allem die Schleimhaut im Genitalbereich infizieren und gutartige, aber auch bösartige Tumoren verursachen können.

Die Übertragung erfolgt durch direkten oder indirekten Hautkontakt, hauptsächlich beim Geschlechtsverkehr. Die HPV-Infektion ist daher eine der häufigsten durch Geschlechtsverkehr übertragenen Infektionen, oft jedoch bleibt die Ansteckung unbemerkt. Kondome schützen, wenn sie den Kontakt mit krankheitsbedingten Hautveränderungen oder erregerhaltigen Körperflüssigkeiten verhindern. Jedoch ist auch der Verkehr mit Kondom nicht zwingend sicher!

In Deutschland, Österreich und der Schweiz werden etwa 75 bis 90% aller Frauen im Lauf ihres Lebens mit HPV infiziert (Quelle: Cervical Cancer Consortium Europe). Meist besiegt das Immunsystem die Erreger. Bleiben die Viren jedoch im Körper, kann sich bei Infektion durch onkogene HPV-Typen im Laufe von mehreren Jahren Krebs entwickeln.
So sind HP-Viren die Hauptursache für Krebsvorstufen und Krebserkrankungen im Bereich des Gebärmutterhalses (Zervixkarzinom), aber auch des weiblichen Genitales, des Afters
und des Penis.

Gebärmutterhalskrebs ist in Europa die zweithäufigste Krebs-Todesursache bei Frauen unter 45 Jahren.
Heute weiß man, dass die meisten Fälle von Gebärmutterhalskrebs von zwei Stämmen des HPV-Virus (16 und 18) verursacht werden.
In Europa werden jährlich 33.500, in Österreich zirka 500 neue Fälle von Gebärmutterhalskrebs mit zirka 15.000 bzw. in Österreich 130-180 Todesfällen registriert.

Zur Frühdiagnose werden im Rahmen der gynäkologischen Vorsorgeuntersuchungen ein Abstrich vom Gebärmutterhals und ein Pap-Test durchgeführt. Bei verdächtigem Befund folgt eine feingewebliche Untersuchung nach Gewebsentnahme.

Ein weiteres durch HPV verursachtes Krankheitsbild sind Genitalwarzen (Kondylome; Feigwarzen). Für etwa 90 Prozent sind die HPV-Typen 6 und 11 verantwortlich.

Die Erkrankung betrifft Männer und Frauen, vor allem junge Menschen.
Genitalwarzen zeigen sich zunächst in Form kleiner weißlicher Knötchen, die an Schamlippen und Penis, in der Harnröhre oder im Scheiden- oder Afterbereich auftreten. Seltener entstehen sie am Gebärmutterhals, in der Leistengegend oder an den Oberschenkeln. Die Inkubationszeit liegt bei mindestens vier Wochen bis zu mehreren Monaten.

Seit Herbst 2006 steht eine präventive Impfung gegen HPV zur Verfügung, die Gebärmutterhalskrebs, der nach Infektion mit Papillomviren vom Typ 16 und 18 entstehen kann, verhindert. Die meisten Erkrankungen an Gebärmutterhalskrebs – etwa 70 Prozent gehen auf diese beiden Typen zurück.



Dokumente zum Download:

Titel
Grösse


Infodefizit
532.43 KB
 HPV-Fragenkatalog  670 KB
 
 
ÖGK für Gesundheit GmbH | Vereinigung zur Gesundheitsvorsorge und Gesundheitsaufklärung |
Hellbrunnerstraße 1a | A-5081 Anif | Tel: +43 (0) 662/632940 | Fax: +43 (0) 662/641516