ÖLPM - Allergien
 
 
 
 
 
 
   
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Österreichische Liga für Präventivmedizin – ÖLPM

Österreichisches Grünes Kreuz für Gesundheit
 
 
   

Tipps für Pollenallergiker

Durch das warme Wetter hat die Pollensaison dieses Jahr besonders früh begonnen: Bereits im Jänner waren die ersten Allergiker von Symptomen wie Niesen, rinnender Nase, Husten und juckenden Augen betroffen. Zu den häufigsten Auslösern für Pollenallergien zählen Hasel, Erle, Esche, Birke, Ragweed (Kreuzkraut) und Gräser. Während die Erle bereits fast „ausgeblüht“ hat, wird Ende März, beginnend im östlichen Flachland, die Birke zu blühen beginnen. Diese ist weit verbreitet und macht besonders vielen Allergikern zu schaffen. Hier einige Tipps, wie Sie den Pollen am besten aus dem Weg gehen können:
 

 

  • Lüften Sie nicht, besonders nicht in der Früh und zu Mittag, denn da ist die Pollenkonzentration am größten! Achten Sie auch darauf, dass die Fenster geschlossen sind, wenn in der Nachbarschaft der Rasen gemäht wird.
  • Verwenden Sie bei starken, länger dauernden Beschwerden Pollenfilter für das Auto sowie Pollenschutzgitter für die Fenster! Etwa 90% der Pollen jeder Art und Größe werden durch die Gitter ferngehalten, während der Luftaustausch nicht eingeschränkt ist.
  • Wenn schon spazieren gehen, dann im Laubwald: die Blätter wirken wie ein Filter und mindern so die Pollenkonzentration. Am Waldrand ist die Pollenkonzentration dagegen sehr stark.
  • Meiden Sie Alkohol! Alkohol erweitert die Gefäße in der Nasenschleimhaut, wodurch Pollen leichter eindringen können.
  • Trocknen Sie Ihre Wäsche nicht im Freien!
 Übrigens können sich Birkenpollen durch den Wind Hunderte Kilometer weit verteilen. Die Bäume im eigenen Garten umzuschneiden, bringt also nicht die gewünschte Beschwerdefreiheit. Meistens sind es die Bäume in mittlerer Distanz, die die Beschwerden verursachen. Außerdem können Birkenpollenallergiker durch Kreuzreaktivität Unverträglichkeitssymptome zeigen, wobei die auslösenden Substanzen in verschiedenen Früchtenwie z.B. Apfel und Pfirsich, wie Gemüsen z,B. Soja und Sellerie und Gewürzen wie z.B. Pfeffer enthalten sein können. 

Therapie
Die Symptome einer Allergie reichen von leichter Rhinitis bis zu starken Schleimhautschwellungen. Über kurz oder lang kann sich sogar allergisches Asthma entwickeln, weshalb Pollenallergien unbedingt ärztlich abzuklären sind. Je nach Verlauf der Allergie und Stärke der Symptome helfen Meersalzwasser-Sprays und –Spülungen, homöopathische Mittel, kortisonhaltige Medikamente oder Antihistaminika. Ihr Arzt kann Ihnen aber auch dazu raten, eine spezifische Immuntherapie durchführen zu lassen. Bei dieser auch unter dem Begriff „Hyposensibilisierung“ bekannten Methode handelt es sich um eine Impftherapie mit den verursachenden Allergenen, die auch in Tabletten- oder Tropfenform möglich ist. Die Prognose der spezifischen Immuntherapie ist gut: Sie wirkt bei bis zu 90% der Betroffenen.  

Augenjucken muss nicht Allergie bedeuten.
Wer unter dem für Allergien so typischen Augenjucken leidet, muss aber nicht unbedingt allergisch sein. Forscher der Universitätsaugenklinik in Graz haben jetzt entdeckt, dass auch Nicht-Allergiker von den gleichen Pollenreaktionen wie Allergiker betroffen sein können. Pollen enthalten nämlich bestimmte Eiweißstoffe, die einerseits für die Befruchtung notwendig sind, andererseits aber auf die Tränenflüssigkeit zerstörend wirken. „Wir raten daher jedem, der heuschnupfenähnliche Symptome verspürt, in ein Allergieinstitut zu gehen und sich austesten zu lassen", empfiehlt Univ. Prof. Dr. Otto Schmut von der Grazer Universitätsaugenklinik. Würde man mit den Symptomen nämlich nur in eine Apotheke gehen, erhielte man höchstwahrscheinlich ein Antihistaminikum gegen die allergischen Reaktionen. Das ändert am nicht allergischen Augenjucken allerdings gar nichts, sondern macht lediglich müde. 
 
 
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