ÖLPM - Krebsvorsorge
 
 
 
 
 
 
   
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Österreichische Liga für Präventivmedizin – ÖLPM

Österreichisches Grünes Kreuz für Gesundheit
 
 
   

Jeder kann etwas tun, um Krebs vorzubeugen!


Jährlich erkranken in Österreich etwa 35.000 Menschen an Krebs. Sowohl für Männer als auch für Frauen stellen bösartige Tumorerkrankungen nach Herz-Kreislauferkrankungen somit die zweithäufigste Todesursache dar. Die häufigste Krebsart bei Frauen ist Brustkrebs, bei Männern ist es Prostatakrebs.

Nicht jeder Krebstod hätte sich verhindern lassen, aber jeder Mensch kann etwas tun, um Krebs vorzubeugen. Zur Krebsvorsorge zählen einerseits Lebensstilfaktoren wie gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung und Nikotinabstinenz; andererseits Vorsorgeuntersuchungen und weitere vorsorgemedizinische Maßnahmen, wie z. B. Selbstuntersuchungen und Impfungen.


Ernährung und Bewegung

Zwar gibt es keine „Krebsdiät“ an sich, doch es gibt einige Nahrungsmittel, die bestimmten Krebsarten entgegenwirken dürften. Dazu zählen Nahrungsmittel mit ungesättigten Fettsäuren und Antioxidantien wie Fisch, Soja, Obst und Gemüse. Risikofaktoren für die Entstehung von Krebs sind hingegen ein hoher Alkohol- und Fleischkonsum sowie Substanzen, die beim Grillen und Räuchern von Fleisch und Fisch entstehen. Letztlich ist eine ausgewogene Ernährung mit möglichst frischen Zutaten, die nicht mehr Kalorien zuführt als man verbraucht, insofern ein wichtiger Faktor zur Krebsvorbeugung, als Übergewicht das Risiko für mehrere Krebsarten erhöht.

Zur Vermeidung von Übergewicht gehört neben gesunder Ernährung natürlich auch regelmäßige Bewegung. Und hier haben zahlreiche Studien das präventive Potenzial eindeutig bewiesen: „Ein regelmäßiges Ausdauertraining kann das Brustkrebsrisiko um 50 Prozent senken, das Dickdarmkrebsrisiko um 40 bis 50 Prozent und das Prostatakrebsrisiko um bis zu 25 Prozent", nennt Dr. Valentin Leibetseder, Facharzt für Medizinische Leistungsphysiologie, einige Beispiele. Belege für eine Risikoreduktion durch regelmäßige Bewegung gibt es außerdem für Gebärmutter-, Lungen-, Schilddrüsen-, Hoden-, Eierstock- und Bauchspeicheldrüsenkrebs.

Rauchen und Passivrauchen

Zigarettenrauchen ist hauptverantwortlich für Lungenkrebs, bösartige Tumore in Mund und Kehlkopf sowie für Blasenkrebs. Für andere Krebsformen wie Brustkrebs, Magen- und Bauchspeicheldrüsenkrebs ist rauchen mitverantwortlich.
Insbesondere das Lungenkrebsrisiko wird durch rauchen erhöht: So haben Raucher ein zehn- bis 20mal höheres Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken, als Nichtraucher. Immerhin 90% aller Lungenkrebspatienten sind Raucher oder Ex-Raucher. Aber auch Menschen, die als Passivraucher immer wieder den im Tabak enthaltenen schädlichen Substanzen ausgesetzt sind, haben ein erhöhtes Risiko.
Mit dem Rauchen aufzuhören, zahlt sich gesundheitlich in jedem Fall aus: Nach fünf Jahren Rauchabstinenz ist das Lungenkrebsrisiko etwa halbiert, ebenso das Risiko, an Mund-, Luft- und Speiseröhrenkrebs zu erkranken. Nach zehn Jahren haben Ex-Raucher dasselbe Lungenkrebsrisiko wie Nichtraucher.


Vorsorgeuntersuchungen
 

Manche Krebsformen lassen sich durch Vorsorgeuntersuchungen leichter erkennen als andere. Wichtig zu wissen ist, welche Untersuchungen zur Verfügung stehen und ab welchem Alter man sich untersuchen lassen sollte. Eine spezielle Vorsorgeuntersuchung gibt es u. a. für Dickdarmkrebs, Brustkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Prostatakrebs und Hautkrebs.

 
 
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